Free the #Samos2 – Gegen die Kriminalisierung von Geflüchteten

News vom 08. November 2021:  

Am 8. November 2020 gerieten die beiden jungen Männer N. und Hasan in der Nähe von Samos in ein fürchterliches Schiffsunglück, bei dem N. seinen sechsjährigen Sohn verlor. Nun drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft für die „Gefährdung des Lebens seines Kindes“. Hasan drohen bis zu 230 Jahre Haft, weil er angab, das Boot einen Teil der Strecke gesteuert zu haben.

Die Geschichte von N. haben wir bei der Benennung unseres Schiffes vor fünf Monaten erstmals aufgegriffen. Damit wollten wir auf die systematische Kriminalisierung von Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen aufmerksam machen und uns mit dem Vater solidarisieren, der auf der Flucht sein Kind verloren hat und nun vor Gericht steht.

Die Kampagne Free the #Samos2 fordert, die Anklagen gegen N. und Hasan fallen zu lassen! RESQSHIP ist Teil dieser Kampagne. Deshalb möchten wir auch auf die Spendenaktion für die beiden aufmerksam machen, um ihnen bei ihren Rechtsverfahren zu helfen. Es sollen die Anwaltskosten der beiden gedeckt werden sowie Reise- und Unterkunftskosten.

Als Teil der Kriminalisierung von Geflüchteten in Griechenland werden Angeklagte meist in erster Instanz schuldig gesprochen, weshalb ein darauffolgendes Berufungsverfahren sehr wahrscheinlich ist. Insgesamt werden sich die Kosten auf mindestens 7500 Euro belaufen.

Sei Teil der Kampagne und unterstütze N. und Hasan bei ihren Gerichtsverfahren, um der unmenschlichen und rassistischen Abschottungspolitik Europas entgegenzuwirken. 

Weitere Infos findet ihr hier auf der Kampagnen-Website.

Bitte unterzeichnet auch die Petition, in der gefordert wird, die Anklage gegen die beiden fallen zu lassen. 

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Auch unsere Crew auf der Nadir, aktuell unterwegs auf Beobachtungsmission, solidarisiert sich mit N. und Hassan.

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