Leinen los! NADIR startklar für erste Mission

Newsletter vom 1. April 2022:   

gerade laufen die letzten Arbeiten, um die NADIR bereit für die Einsätze in diesem Jahr zu machen. Auch die Crew steht in den Startlöchern und in den nächsten Tagen wird die NADIR zu ihrer ersten Beobachtungsmission in diesem Jahr ins zentrale Mittelmeer aufbrechen. Zehn Missionen haben wir bis November geplant. Wir wollen so viel wie möglich auf dem Wasser präsent sein, um Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren, Ersthilfe für in Seenot geratene Boote zu leisten und die zuständigen Behörden und andere NGO-Schiffe um Unterstützung bei Rettungseinsätzen zu bitten. Und natürlich werden wir auch selbst Menschen in Seenot retten, wenn keine Hilfe kommt. Denn das Mittelmeer ist leider immer noch die tödlichste Grenze der Welt.

Schutzsuchende an den europäischen Außengrenzen

Beim Thema Flucht denken viele zurzeit vor allem an die Ukraine. Täglich fliehen von dort Menschen, um sich vor dem Krieg in Sicherheit zu bringen. Mehr als 3,8 Millionen Menschen aus der Ukraine haben in Nachbarländern und EU-Staaten bereits Schutz gefunden. Für Flüchtende aus anderen Regionen der Welt sieht es an europäischen Außengrenzen jedoch weiterhin düster aus: Sie werden mit zunehmender Gewalt und Willkür zurückgewiesen, zum Beispiel nach Libyen. 2021 wurden laut dem aktuellen Amnesty-Report 32.425 Menschen von der libyschen Küstenwache mit Unterstützung Italiens und der EU aufgegriffen und nach Libyen zurückgebracht.

Kriminalisierung von Geflüchteten: El Hiblu 3

Dieses Schicksal drohte auch den mehr als 100 Menschen, die vor zwei Jahren vom Öltanker „El Hiblu“ aus einem seeuntauglichen Boot gerettet wurden. Dieser wollte sie dann jedoch zurück nach Libyen bringen. Panik brach aus, als den Menschen klar wurde, dass sie zurück in das Land sollten, wo ihnen Folter und Misshandlung drohten. Unter den Geretteten befanden sich drei minderjährige Jugendliche aus Guinea und der Elfenbeinküste: Sie übersetzten und vermittelten zwischen den Geflüchteten und der Besatzung, um die Situation zu beruhigen. Der Kapitän entschied sich schließlich, den Frachter in Richtung Malta zu navigieren. Doch anstatt Anerkennung und Respekt für ihren Mut zu erhalten, wurden die drei Jugendlichen in Malta inhaftiert. Die maltesischen Behörden gehen seitdem juristisch gegen sie vor. Bei einer Verurteilung drohen den Jugendlichen, den „El Hiblu 3“, langjährige Haftstrafen.

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Mit unseren Einsätzen auf dem zentralen Mittelmeer wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen nicht in ein Land zurückgedrängt werden, in dem ihnen Tod und Folter drohen, und dass Menschen auf der Flucht nicht ertrinken müssen.

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Herzliche Grüße

Andrea Finkel vom RESQSHIP-Team in Augsburg

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