Unser neues Schiff ist greifbar nahe

Newsletter vom 28. November 2020:  

In den vergangenen Monaten haben wir mit Hochdruck nach einem neuen Schiff gesucht – und sind fündig geworden. Angesichts coronabedingter Reiseeinschränkungen und anderer Widrigkeiten, wie Scheuers menschenverachtendem Versuch, mit einer Änderung der Schiffssicherheitsverordnung zivile Seenotrettungsorganisationen an ihren humanitären Einsätzen zu hindern, war dies kein leichtes Unterfangen. Doch inzwischen stehen wir kurz vor dem Abschluss des Kaufvertrages.

Wir sind fest entschlossen, im kommenden Frühjahr wieder auf dem Wasser zu sein, um Menschen in Seenot zu helfen. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun: Vom Kauf, der Einfuhr und Registrierung im deutschen Schiffsregister bis zur Ausstattung des Schiffes für unseren Einsatzzweck werden wir noch einiges an Zeit und Geld investieren müssen. Genau an dieser Stelle möchten wir euch um Unterstützung bitten, denn nur mit eurer Hilfe wird es uns gelingen, die anstehenden Investitionen zu meistern.

Nur durch eure bisherige Unterstützung konnten wir im letzten Jahr mit dem Schiff Josefa 34 Menschen aus Seenot retten (Missionsbericht). Dafür sind wir euch unendlich dankbar. Doch die in die Jahre gekommene Josefa hat leider ausgedient, weshalb wir nach einem größeren und zuverlässigeren Schiff gesucht haben. Nun stehen wir kurz vor dem Kauf eines Schiffes, das für unsere humanitären Missionen sehr gut geeignet ist. Wir hoffen, euch schon in Kürze weitere Details präsentieren zu können.

Für vorbereitende Arbeiten am Schiff sowie die Ausstattung brauchen wir weitere finanzielle Unterstützung. Helft uns, damit wir ab dem Frühjahr 2021 wieder Menschen in Seenot zur Hilfe kommen können. Wie? Zum Beispiel mit eurer Spende auf Betterplace. Dort starten wir dank zweier privater Spender eine Aktion, bei der alle an uns gespendeten Beträge verdoppelt werden und vollständig uns zugutekommen. Eure Spende an uns ist damit gleich doppelt so viel wert.

Warum es nötig ist, dass wir unsere Missionen im nächsten Jahr fortsetzen, zeigt die unverändert dramatische Situation auf dem Mittelmeer: Es sind keine zivilen Rettungsschiffe unterwegs, vor allem weil sie mit immer perfideren Methoden und fadenscheinigen Argumenten von italienischen Behörden festgesetzt wurden. Mal gab es zu wenig Toiletten an Bord, mal waren es zu viele Rettungswesten! Währenddessen sterben weiter Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer – mindestens 900 allein in diesem Jahr.

Doch es gibt auch positive Neuigkeiten: Wieder einmal hat ein Gericht zugunsten von Seenotrettungs-NGOs entschieden und damit bestätigt, dass unser Handeln rechtmäßig ist. Anfang Oktober hat Bundesverkehrsminister Scheuer gegen den Antrag von Mare Liberum verloren. Das Verwaltungsgericht Hamburg hat entschieden, dass seine im Frühjahr erlassene Verordnung, die auch uns das Auslaufen unmöglich gemacht hat, europäischem Recht widerspricht und damit unwirksam ist. Dieser positive Gerichtsbeschluss konnte herbeigeführt werden, weil sich alle betroffenen NGOs erstmalig verbündeten und gemeinsam handelten.

Auch wenn wir immer wieder von der Politik behindert werden, muss unser Bestreben nach Gerechtigkeit und Menschlichkeit weitergehen. Durch diese Gerichtsentscheidung sehen wir uns auch in unserer Haltung absolut bestätigt: Zur Rettung von Menschen in Not gibt es keinerlei Alternative!

Wir danken euch ganz herzlich für eure Unterstützung und hoffen, dass es euch und euren Liebsten gut geht. Bleibt gesund!

Herzliche Grüße

Euer Team von RESQSHIP

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